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Anlassbezogene Alkoholkontrollen bei Jugendlichen auf den Stadtfesten Ronnenberg und Gehrden


Träger:
Polizeikommissariat Ronnenberg / Region Hannover (Team 32.01 )

In diesem Projekt arbeiten die Akteure vom präventiven und ordnungsrechtlichen Jugendschutz vorbildlich zusammen, so dass das Straftatenaufkommen von Jugendlichen auf den Stadtfesten auf „Null“ gesenkt werden konnte. Auch das HaLT-Projekt ist wieder mit dabei.

Kontaktdaten


Bernd Kmiec-Schulz, Kriminaloberkommissar

Hamelner Straße 3, 30952, Ronnenberg, Niedersachsen

05109517131


Aufgrund des Alkoholkonsums von Jugendlichen und Kindern ist in den Jahren vor 2009 auf den Stadtfesten in Ronnenberg und Gehrden ein erhöhtes Straftatenaufkommen zu verzeichnen gewesen.

Um diesem wirkungsvoll zu begegnen wurde ab 2009 eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Polizei Ronnenberg, der Region Hannover (Team 32.01), dem DRK und den Johannitern (PSNV) geschlossen.

Ziel der Vereinbarung war es, im Vorfeld und im Verlauf der Stadtfeste zielgerichtete Kontrollen bei Jugendlichen und Kindern durchzuführen.

Diese gingen einher mit Aufklärungsgesprächen bei Verkaufsstellen und Standbetreibern, aber auch direkt bei der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen.

Durch die durchgeführten Maßnahmen konnte das Straftatenaufkommen auf „Null" gesenkt werden.

Kontrollen in den Jahren 2010 und 2011 bestätigten die durchgeführten Maßnahmen.

Das konkrete Vorgehen auf den Festen

Während der Stadtfestkontrollen führen Polizei und gesetzlicher Jugendschutz die Kontrollen durch. Dies beinhaltet u.a. repressive Maßnahmen vor Ort und anschließende Ordnungswidrigkeitenverfahren. Alkoholisierte Jugendliche werden dem Rettungszelt übergeben. Dort findet eine Begutachtung über den Gesundheitszustand statt. Die Jugendlichen verbleiben in dem Zelt entweder bis die Abholung der Eltern erfolgt oder bei den Jugendlichen keine weitere medizinische Versorgung notwendig ist, so dass sie eigenständig den Heimweg antreten dürfen. Sofern eine Alkoholintoxikation vorliegt, wird eine Einlieferung ist das Krankenhaus organisiert.

Bei Abholung der Kinder wird mit dem jeweiligen Elternteil ein Gespräch geführt. Das Elterngespräch/die Elternübergabe wird entweder von DRK/Johanniter oder von den Kontrollteams (Polizei/Ordnungsamt) vollzogen. Bei dem Ronnenberger Stadtfest 2009 erfolgte die Elternübergabe und Gespräche durch das Jugendamt. Das Sanitätszelt steht dabei nicht auf dem Festgelände, sondern auf dem Gelände des Polizeikommissariats.

Der Vorteil ist, dass die Kinder von ihren Eltern nicht direkt vom Veranstaltungsbereich abgeholt werden müssen. So werden für alle Beteiligten unangenehme Situationen durch die Reaktionen anwesender Festgäste oder Freunde vermieden.

Die Vereinbarung der Partner

Die anlassbezogene Zusammenarbeit zwischen dem Polizeikommissariat Ronnenberg, der Region Hannover und dem Deutschen Roten Kreuz Empelde beinhaltet folgende Punkte:

  • Das DRK Empelde stellt auf den Stadtfesstagen kostenfrei ein Sanitätszelt oder einen Container mit Sitz- und/oder Schlafplätzen.
  • Das DRK stellt für den gesamten Einsatzzeitraum geschultes Personal für die Betreuung des Zeltes/Containers und der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen bereit.
  • Während der Inobhutnahme ist der präventive Jugendschutz der Region in dem Zelt/Container ständig präsent.
  • Der gesetzliche Jugendschutz führt in Zusammenarbeit mit der Polizei im Bereich des Stadtfestes intensive Jugendschutzkontrollen durch.
  • Durch die Region Hannover wird auf dem Stadtfest die HaLT Aktion "Trink doch mal ein Wasser" durchgeführt.
  • Die Polizei trifft Maßnahmen in eigener Zuständigkeit und/oder unterstützt die zuständige Jugendschutzbehörde (Region Hannover) bei ihren Maßnahmen.
  • Durch alle Behörden/Organisationen wird ein ständiges "Besetzthalten" des Zeltes/Containers gewährleistet.
  • Die Pressearbeit erfolgt einvernehmlich und nach Absprache durch die beteiligten Behörden/Organisationen.




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23.05.2013